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Welcome Am Ärmelkanal im Norden Frankreichs stranden jährlich Tausende von illegalen Emigranten. Hier endet ihre Flucht, weil sie die Meeresstrasse nicht überwinden können. Doch Bilal, der 17-jährige Iraker, lässt sich von diesem Hindernis nicht abschrecken. Um seine Freundin Mina auf der englischen Insel zu erreichen, nimmt er Unterricht beim Schwimmlehrer Simon. Die beiden freunden sich an. Simon ist bereit, dem jungen Kurden kraulen beizubringen. Dabei entwickelt sich zwischen Simon und Bilal unerwartet eine Vater-Sohn-Beziehung, eine Annäherung über Kulturen und Generationen hinweg.
Mit viel Fingerspitzengefühl und humanistischer Verve erzählt Philippe Lioret vom Leben illegaler Migranten, die mit Wagemut um ihre Zukunft kämpfen. Dabei gelingt es dem Regisseur nicht nur, das Leben der gestrandeten Menschen in Calais zu zeigen. Auch das Porträt des in Trennung lebenden Simon wird facettenreich entwickelt. Erst durch sein Engagement für Bilal nähert er sich seiner Frau Marion wieder an, die sich für die Verköstigung der Migranten engagiert. So deutet der Film an, dass die Liebe des Paares insbesondere durch die Solidarität mit den Mitmenschen eine neue, lebendige Dimension erhält. Der Film überzeugte die Ökumenische Jury an der Berlinale, die mit ihrem Preis vor allem die humane Erzählperspektive des Filmes unterstrich.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst charles.martig kath.ch
"Welcome", Frankreich 2009, Regie: Philippe Lioret, Besetzung: Vincent Lindon, Audrey Dana, Firat Ayverdi; Verleih: Xenix Filmdistribution, Internet: www.xenixfilm.ch
Kinostart: 10. Dezember 2009
Preis der Ökumenischen Jury, Berlin 2009 Festivalbericht: www.medientipp.ch/index.php?na=4,4&meid=111179
07.12.2009 Weitere Filmtipps |
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