Medientipp

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Programm-, Film- und Medienhinweise zu Kirche, Religion und Gesellschaft

Sendung verpasst?

Yves Yersin | © SRF
© SRF
Sternstunde Philosophie. Vom Querliegen – 50 Jahre neuer Schweizer Film
25.01., 11:00, SRF 1
   Ökumenischer Gottesdienst
25.01., 10:00, SRF 1
   Martin Kuse | © SRF / Merly Knörle
© SRF / Merly Knörle
Wort zum Sonntag
24.01., 20:00, SRF 1
   Fenster zum Sonntag. 10 Gebote statt 1000 Gesetze
24.01., 17:30, SRF zwei
   Wohin ich gehe... (Danbé, la tête haute)
23.01., 20:15, Arte
   Max Wyler | © SRF
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DOK. Von Viehhändlern, koscherer Küche und Match-Making
22.01., 20:05, SRF 1
   CH:Filmszene. Dummer Junge
22.01., 00:10, SRF 1
   Applaus!
21.01., 23:35, Arte
   DOK. Das Abkommen
21.01., 22:55, SRF 1
   Papadopoulos & Söhne
21.01., 21:50, Arte
   Mani Matter | © SRF
© SRF
Mani Matter – Warum syt dir so truurig?
21.01., 20:00, SRF zwei
   Verkaufte Kinder | © ORF / Tellux / Markus Matzke
© ORF / Tellux / Markus Matzke
Kreuz & Quer. Verkaufte Kinder
20.01., 23:25, ORF2
   Kreuz & Quer. Joana und die Mächte der Finsternis
20.01., 22:30, ORF2
   Liebe kennt kein Metermass | © ZDF und J. Michael Schumacher
© ZDF und J. Michael Schumacher
37°. Liebe kennt kein Metermass
20.01., 22:15, ZDF
   Wochenendkrieger
18.01., 22:35, Arte
   Die Wiesenberger | © SRF / Bernhard Weber / Martin Schild
© SRF / Bernhard Weber / Martin Schild
CH:Filmszene. Die Wiesenberger
18.01., 22:25, SRF 1
   Sternstunde Philosophie. José Manuel Barroso – Brüssels Zar oder Merkels Pudel?
18.01., 11:00, SRF 1
   Sternstunde Religion. Mut zum Leben – Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz
18.01., 10:00, SRF 1
   Meinrad Furrer, katholischer Theologe | © SRF / Merly Knörle
© SRF / Merly Knörle
Wort zum Sonntag
17.01., 20:00, SRF 1
   Fenster zum Sonntag. Sonnenscheinkinder – Leben mit Down-Syndrom
17.01., 17:15, SRF zwei
   DOK. Aus den Augen aus dem Sinn
15.01., 20:05, SRF 1
   
17. May 2011

Zahnlos peinlich – eine TV-Tragikomödie um ein Pfarrhaus   

Sonntag, 22. Mai, 20:05 Uhr, SF 1

Pfarrersfamilie Aebi | © SRF/Daniel Ammann
© SRF/Daniel Ammann

Zu Don Camillo gehört die wehende Soutane wie für Peppone der Stalinsche Schnauz. Doch warum – um Himmels Willen – trägt ein reformierter Pfarrer für einen Schweizer TV-Film ein Collarhemd? Seinem ältesten Sohn, ebenfalls Pfarrer, wurde zusätzlich noch eine Gitarre in die Hand gedrückt. Mit der anderen hat er übrigens stets schnell einen Flachmann zur Hand. Dies sind neben Blümchenkleid und Hochsteckfrisur für die selbstverständlich verhärmte Pfarrfrau wohl die schlimmsten «Sünden» des Films, der am kommenden Sonntag auf SF den ARD-Ermittlern Konkurrenz machen soll.

Dabei hält der Plot durchaus Unterhaltsames bereit. Ein Dorfpfarrer fällt nach einem schweren Unfall ins Koma. Seine Angehörigen mit je eigenen Schwierigkeiten können sich nicht dazu durchringen, seinem in einer Patientenverfügung festgehaltenen Willen statt zu geben. Und dann geschehen plötzlich Wunder, die dem Halbtoten zugeschrieben werden, weswegen er plötzlich viel Besuch erhält. Dabei haben’s die Reformierten doch gar nicht mit Wundern. Damit kommt etwas Komik in den Film, zum Leben erweckt es ihn jedoch kaum. Dominant bleiben die Klischees: Sei es als Heile (Hinter-)Welt, die für einmal nicht im Emmental, sondern im Thurgau unter blauem Himmel erstrahlt. Sei es als (Un-)Heilige Familie, die im Pfarrhaus die seelischen Befindlichkeiten verdrängt.

Offensichtlich ist – 20 Jahre nach den deutschen TV-Serien «O Gott, Herr Pfarrer» und «Pfarrerin Lenau» – das Pfarrhaus immer noch telegen. Doch anders als im letztjährigen Kinofilm «Zwerge sprengen» sind hier die Knorze der Pfarrerskinder weder tief ausgearbeitet, noch zeichnen sich echte Lösungen ab. Vom weitaus schwierigeren Thema eines würdigen Sterbens ganz zu Schweigen. Überhaupt fehlt so etwas wie Tiefgang, um den Witz zur Geltung zu bringen. Das Komödienhafte bleibt zahnlos und lockt entsprechend nur ein Lächeln hervor. Schade um das Ensemble, das angeführt von Charlotte Schwab gute Arbeit abliefert. Auch wenn Fremdschämen ein Unwort ist, diesmal weiss ich nicht, für wen ich mich mehr schämen soll, die Programmverantwortlichen oder die Zuschauer.

Christine Stark, Filmbeauftragte der Reformierten Medien

«Vater, unser Wille geschehe», Fernsehfilm (CH 2011), Regie: Robert Ralston, Buch: Martin Maurer, mit: Charlotte Schwab, Martin Rapold, Marie Leuenberger, Roland Bonjour und Jörg Schneider.

Filmwebsite mit Trailer, Outtakes  und Infos über die Schauspieler

«Vater, unser Wille geschehe» die nächsten 7 Tage im Videoportal anschauen

«Zwerge sprengen» im Programm von SF 1
Mittwochnacht, 2. Juni, 00:05 Uhr, SF 1
«Zwerge sprengen» (Filmtipp 2010)

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