Medientipp

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Programm-, Film- und Medienhinweise zu Kirche, Religion und Gesellschaft

Sendung verpasst?

Ioan Livius Jebelean, christkatholischer Pfarrer | © SRF / Merly Knörle
© SRF / Merly Knörle
Wort zum Sonntag
30.04., 20:00, SRF 1
   Fenster zum Sonntag. Dr. Lütz – Unvermeidlich glücklich
30.04., 13:20, SRF zwei
   Vier werden Eltern | © rbb/Maschkefilm/Bianca Bodmer
© rbb/Maschkefilm/Bianca Bodmer
Vier werden Eltern
29.04., 22:40, Arte
   Hie chunt ds` Wallis | © SRF/HSLU/Alain Kalbermattern/Fabian Steiner)
© SRF/HSLU/Alain Kalbermattern/Fabian Steiner)
CH:Filmszene. Neue Schweizer Kurzfilme
28.04., 00:15, SRF 1
   Sendungssignet «Stationen» | © BR
© BR
stationen. Hat die «heilige Familie» ausgedient?
27.04., 19:00, BR
   Mein Herz der Finsternis
27.04., 01:15, Arte
   Marzia | © ORF/Filmdelight/Sari Aaltonen
© ORF/Filmdelight/Sari Aaltonen
kreuz und quer. Meine Freundin Marzia
26.04., 23:25, ORF2
   Bräute für den Dschihad | © ORF/BBC
© ORF/BBC
kreuz und quer. Bräute für den Dschihad
26.04., 22:35, ORF2
   Sendungssignet «Club» | © SRF
© SRF
Club. Bedingungsloses Grundeinkommen
26.04., 22:25, SRF 1
   Die Reise zum sichersten Ort der Erde | © WDR/Mira Film
© WDR/Mira Film
Die Reise zum sichersten Ort der Erde
26.04., 21:45, Arte
   Tschernobyl, Fukushima – Leben im Risikogebiet
26.04., 20:15, Arte
   Oma & Bella | © RB/Alexa Karolinski
© RB/Alexa Karolinski
Oma & Bella
26.04., 00:45, Arte
   Papa macht das schon | © WDR/Filmreif TV
© WDR/Filmreif TV
Gott und die Welt. Papa macht das schon
24.04., 17:30, ARD
   Gottfried Böhm | © SRF/FILM GmbH/Jan Gassman
© SRF/FILM GmbH/Jan Gassman
Sternstunde Kunst. Die Böhms
24.04., 11:55, SRF 1
   Barbara Bleisch | © SRF/Oscar Alessio
© SRF/Oscar Alessio
Sternstunde Philosophie. Zündstoff
24.04., 11:00, SRF 1
   Gottesdienst. Röm.-kath. Gottesdienst aus München
24.04., 10:00, SRF 1
   Katholischer Gottesdienst
24.04., 09:30, ZDF
   Sibylle Forrer, reformierte Pfarrerin | © SRF / Merly Knörle
© SRF / Merly Knörle
Wort zum Sonntag
23.04., 20:00, SRF 1
   Fenster zum Sonntag. Ich fühle mich fremd
23.04., 17:40, SRF zwei
   
17. May 2011

Zahnlos peinlich – eine TV-Tragikomödie um ein Pfarrhaus   

Sonntag, 22. Mai, 20:05 Uhr, SF 1

Pfarrersfamilie Aebi | © SRF/Daniel Ammann
© SRF/Daniel Ammann

Zu Don Camillo gehört die wehende Soutane wie für Peppone der Stalinsche Schnauz. Doch warum – um Himmels Willen – trägt ein reformierter Pfarrer für einen Schweizer TV-Film ein Collarhemd? Seinem ältesten Sohn, ebenfalls Pfarrer, wurde zusätzlich noch eine Gitarre in die Hand gedrückt. Mit der anderen hat er übrigens stets schnell einen Flachmann zur Hand. Dies sind neben Blümchenkleid und Hochsteckfrisur für die selbstverständlich verhärmte Pfarrfrau wohl die schlimmsten «Sünden» des Films, der am kommenden Sonntag auf SF den ARD-Ermittlern Konkurrenz machen soll.

Dabei hält der Plot durchaus Unterhaltsames bereit. Ein Dorfpfarrer fällt nach einem schweren Unfall ins Koma. Seine Angehörigen mit je eigenen Schwierigkeiten können sich nicht dazu durchringen, seinem in einer Patientenverfügung festgehaltenen Willen statt zu geben. Und dann geschehen plötzlich Wunder, die dem Halbtoten zugeschrieben werden, weswegen er plötzlich viel Besuch erhält. Dabei haben’s die Reformierten doch gar nicht mit Wundern. Damit kommt etwas Komik in den Film, zum Leben erweckt es ihn jedoch kaum. Dominant bleiben die Klischees: Sei es als Heile (Hinter-)Welt, die für einmal nicht im Emmental, sondern im Thurgau unter blauem Himmel erstrahlt. Sei es als (Un-)Heilige Familie, die im Pfarrhaus die seelischen Befindlichkeiten verdrängt.

Offensichtlich ist – 20 Jahre nach den deutschen TV-Serien «O Gott, Herr Pfarrer» und «Pfarrerin Lenau» – das Pfarrhaus immer noch telegen. Doch anders als im letztjährigen Kinofilm «Zwerge sprengen» sind hier die Knorze der Pfarrerskinder weder tief ausgearbeitet, noch zeichnen sich echte Lösungen ab. Vom weitaus schwierigeren Thema eines würdigen Sterbens ganz zu Schweigen. Überhaupt fehlt so etwas wie Tiefgang, um den Witz zur Geltung zu bringen. Das Komödienhafte bleibt zahnlos und lockt entsprechend nur ein Lächeln hervor. Schade um das Ensemble, das angeführt von Charlotte Schwab gute Arbeit abliefert. Auch wenn Fremdschämen ein Unwort ist, diesmal weiss ich nicht, für wen ich mich mehr schämen soll, die Programmverantwortlichen oder die Zuschauer.

Christine Stark, Filmbeauftragte der Reformierten Medien

«Vater, unser Wille geschehe», Fernsehfilm (CH 2011), Regie: Robert Ralston, Buch: Martin Maurer, mit: Charlotte Schwab, Martin Rapold, Marie Leuenberger, Roland Bonjour und Jörg Schneider.

Filmwebsite mit Trailer, Outtakes  und Infos über die Schauspieler

«Vater, unser Wille geschehe» die nächsten 7 Tage im Videoportal anschauen

«Zwerge sprengen» im Programm von SF 1
Mittwochnacht, 2. Juni, 00:05 Uhr, SF 1
«Zwerge sprengen» (Filmtipp 2010)

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