Medientipp

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Programm-, Film- und Medienhinweise zu Kirche, Religion und Gesellschaft

Sendung verpasst?

Image Problem | © SRF / TONUNDBILD GmbH / Simon Baumann / Andreas Pfiffner
© SRF / TONUNDBILD GmbH / Simon Baumann / Andreas Pfiffner
CH:Filmszene. Image Problem
18.09., 00:15, SRF 1
   Der chinesische Traum vom Reichtum durch Bio | © SRF
© SRF
DOK. Die Bio-Illusion
17.09., 22:55, SRF 1
   Sendungssignet «Stationen» | © BR
© BR
stationen.Magazin. Zur 100. Sendung
17.09., 19:00, BR
   Kreuz & Quer. Nachdem der Tod uns scheidet
16.09., 23:20, ORF2
   Regisseurin Ruth Deutschmann mit Anton | © ORF / Posch TV / Ursula Merzeder
© ORF / Posch TV / Ursula Merzeder
Kreuz & Quer. Lichtblicke – Leben mit Demenz
16.09., 22:35, ORF2
   Mannsbilder | © ZDF / Catrin-Anja Eichinger
© ZDF / Catrin-Anja Eichinger
37°. Mannsbilder
16.09., 22:15, ZDF
   Selbstporträt Syrien
15.09., 23:10, Arte
   Lionel Bringuier | © SRF / Priska Ketterer
© SRF / Priska Ketterer
Sternstunde Musik. Die Jungen kommen
14.09., 23:10, SRF 1
   Dem Verstorbenen nah | © SRF
© SRF
Sternstunde Kunst. Forever – Begegnungen auf dem Père Lachaise
14.09., 11:55, SRF 1
   Joëlle Kuntz | © SRF
© SRF
Sternstunde Philosophie. Nationalismus und Populismus
14.09., 11:00, SRF 1
   Hamed Abdel Samad | © SRF / M. Röleke
© SRF / M. Röleke
Sternstunde Religion. Islam unter Faschismusverdacht
14.09., 10:00, SRF 1
   Katholischer Gottesdienst
14.09., 09:30, ZDF
   Nadja Eigenmann, Spitalseelsorgerin in Horgen | © SRF / Merly Knörle
© SRF / Merly Knörle
Wort zum Sonntag
13.09., 20:00, SRF 1
   Fenster zum Sonntag. Die unerwartete Reise
13.09., 17:15, SRF zwei
   Nachtcafé. Frau zu Hause – nichts wert?
12.09., 22:00, SWR
   Dein Wille geschehe (3-4/8)
11.09., 23:15, Arte
   Das Ende war der Anfang | © SRF
© SRF
DOK. Das Ende war der Anfang
11.09., 20:05, SRF 1
   Die 5-jährige Sarah hat oft Albträume | © SRF
© SRF
DOK. Zwischen den Fronten – Syriens Kinder
10.09., 22:55, SRF 1
   Sendungssignet «Club» | © SRF
© SRF
Club. Pflegen bis zur Erschöpfung
09.09., 22:25, SRF 1
   Ein Engel aus Polen | © ZDF / Axel Thiede
© ZDF / Axel Thiede
37°. Ein Engel aus Polen
09.09., 22:15, ZDF
   Ohne Gitter – Das Gefängnis der Zukunft
09.09., 21:50, Arte
   
17. May 2011

Zahnlos peinlich – eine TV-Tragikomödie um ein Pfarrhaus   

Sonntag, 22. Mai, 20:05 Uhr, SF 1

Pfarrersfamilie Aebi | © SRF/Daniel Ammann
© SRF/Daniel Ammann

Zu Don Camillo gehört die wehende Soutane wie für Peppone der Stalinsche Schnauz. Doch warum – um Himmels Willen – trägt ein reformierter Pfarrer für einen Schweizer TV-Film ein Collarhemd? Seinem ältesten Sohn, ebenfalls Pfarrer, wurde zusätzlich noch eine Gitarre in die Hand gedrückt. Mit der anderen hat er übrigens stets schnell einen Flachmann zur Hand. Dies sind neben Blümchenkleid und Hochsteckfrisur für die selbstverständlich verhärmte Pfarrfrau wohl die schlimmsten «Sünden» des Films, der am kommenden Sonntag auf SF den ARD-Ermittlern Konkurrenz machen soll.

Dabei hält der Plot durchaus Unterhaltsames bereit. Ein Dorfpfarrer fällt nach einem schweren Unfall ins Koma. Seine Angehörigen mit je eigenen Schwierigkeiten können sich nicht dazu durchringen, seinem in einer Patientenverfügung festgehaltenen Willen statt zu geben. Und dann geschehen plötzlich Wunder, die dem Halbtoten zugeschrieben werden, weswegen er plötzlich viel Besuch erhält. Dabei haben’s die Reformierten doch gar nicht mit Wundern. Damit kommt etwas Komik in den Film, zum Leben erweckt es ihn jedoch kaum. Dominant bleiben die Klischees: Sei es als Heile (Hinter-)Welt, die für einmal nicht im Emmental, sondern im Thurgau unter blauem Himmel erstrahlt. Sei es als (Un-)Heilige Familie, die im Pfarrhaus die seelischen Befindlichkeiten verdrängt.

Offensichtlich ist – 20 Jahre nach den deutschen TV-Serien «O Gott, Herr Pfarrer» und «Pfarrerin Lenau» – das Pfarrhaus immer noch telegen. Doch anders als im letztjährigen Kinofilm «Zwerge sprengen» sind hier die Knorze der Pfarrerskinder weder tief ausgearbeitet, noch zeichnen sich echte Lösungen ab. Vom weitaus schwierigeren Thema eines würdigen Sterbens ganz zu Schweigen. Überhaupt fehlt so etwas wie Tiefgang, um den Witz zur Geltung zu bringen. Das Komödienhafte bleibt zahnlos und lockt entsprechend nur ein Lächeln hervor. Schade um das Ensemble, das angeführt von Charlotte Schwab gute Arbeit abliefert. Auch wenn Fremdschämen ein Unwort ist, diesmal weiss ich nicht, für wen ich mich mehr schämen soll, die Programmverantwortlichen oder die Zuschauer.

Christine Stark, Filmbeauftragte der Reformierten Medien

«Vater, unser Wille geschehe», Fernsehfilm (CH 2011), Regie: Robert Ralston, Buch: Martin Maurer, mit: Charlotte Schwab, Martin Rapold, Marie Leuenberger, Roland Bonjour und Jörg Schneider.

Filmwebsite mit Trailer, Outtakes  und Infos über die Schauspieler

«Vater, unser Wille geschehe» die nächsten 7 Tage im Videoportal anschauen

«Zwerge sprengen» im Programm von SF 1
Mittwochnacht, 2. Juni, 00:05 Uhr, SF 1
«Zwerge sprengen» (Filmtipp 2010)

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