„zVisite“ zu Humor in den Religionen
(medientipp) Den Menschen, die sich für den interreligiösen Dialog engagieren, sei Ende November mit der Annahme des Minarettverbots das Lachen gründlich vergangen, heisst es im Editorial der diesjährigen „zVisite“-Ausgabe. Die interreligiöse Zeitung zum Jahresbeginn wolle weiter das Verbindende suchen, ohne das Trennende zu leugnen und dies zum Thema „Fertig lustig – Humor in den Religionen“. Diese durchaus ernste Sache solle bei der Lektüre durchaus auch zum Lächeln und vor allem zur Entkrampfung beitragen. Dass Humor Geschmacksache ist, beweisen die kurzen Kommentare zu religiösen Witzen von sechs Personen aus der religiösen und der Kulturszene; sie steuern gleich ihre jeweiligen Lieblingswitze bei. Der Filmregisseur Dani Levy schreibt über die Psychohygiene des jüdischen Humors, ein amerikanischer Arabikprofessor über Humor mit Tabus im Islam und ein Religionswissenschaftler über Witze von der Kanzel. Victor Giacobbo äussert sich über Grenzen der religiösen Satire und der Obudsmann von Radio und Fernsehen darüber, was Satire darf und was nicht. Schliesslich hört der (Lese-)Spass mit einem Kreuzworträtsel auf, denn mit dem richtigen Lösungswort winken Preise, die noch mehr zur Entkrampfung beitragen werden.
Die interreligiöse Zeitung „zVisite“ erscheint schon zum neunten Mal und ist eine journalistische Gemeinschaftsproduktion von reformiert. Ben-Jura-Solothurn, vom katholischen Pfarrblatt Bern, der Zeitschrift der Christkatholiken, dem jüdischen Wochenmagazin Tachles und Mitgliedern der muslimischen Glaubensgemeinschaft in der Schweiz.
