Wissen. Zucht und Erneuerung – Was bleibt nach 500 Jahren Calvinismus?
Auf den ersten Blick wirkt Johannes Calvins Vermächtnis wie eine Schreckensliste: strenge Kirchenzucht, Bilderverbot und scharfe Kontrolle des privaten Lebens. Andere bezeichnen das als Rufmord. Sie sehen in Calvin den Erneuerer, ohne den die moderne Gesellschaft nicht denkbar wäre. Sie führen etwa den Individualismus der Neuzeit, die protestantische Arbeitsmoral und den Kapitalismus auf Calvins Lehren zurück. Im Jubiläumsjahr wollen viele das Bild aus ihrer Sicht gerade rücken. Was bleibt am Ende vom grossen Reformator?
