Wissen Aula. Gegen den eigenen Willen – Die Ethik des Paternalismus (2/2)

Als paternalistisch wird eine Handlung bezeichnet, die gegen den Willen, aber auf das Wohl eines Anderen gerichtet ist, wenn sie also die Freiheit dieser Person einschränkt, um diese vor sich selbst zu schützen. In diesem Sinne wäre das Rauchverbot ein paternalistisches, weil es die Raucher vor sich selbst schützt. Paternalistische Normen und Probleme gibt es besonders im medizinischen Bereich, wenn es um Patientenautonomie, Sterbehilfe, Organspende geht. Wilhelm Vossenkuhl, Professor für Philosophie an der Universität in München, erläutert Grundlagen und Probleme der paternalistischen Ethik