Wer Gewalt sät (Straw Dogs)
Mathematiker David Sumner (Dustin Hoffman) und seine Frau Amy (Susan George) ziehen für einige Zeit in das Haus von Amys verstorbenem Vater in einer kleinen englischen Gemeinde. Amys Erscheinung, die im Gegensatz zu den bieder-unscheinbaren Frauen des Dorfes steht, entfacht die erotischen Fantasien einiger tumb-zudringlicher Dörfler. Darunter ist auch Charlie Venner (Del Henney), mit dem Amy früher eine Beziehung hatte und der ihr unverblümt dreiste Avancen macht. Die Dorfbewohner versuchen überdies, den linkischen jungen Amerikaner vorzuführen und zu demütigen. Eines Tages wird Amy vergewaltigt; David erfährt nichts davon. Bei einem Dorffest tötet der geistig zurückgebliebenen Niles ohne Absicht ein Mädchen. Ein Lynchmob verfolgt ihn und David und Amy nehmen ihn mit zu sich … Sam Peckinpahs Drama (US 1971) lässt den Zuschauer in einen Abgrund blicken, der verunsichert, weil er die Brüchigkeit zivilisatorischer Normen zeigt: Urinstinkte, Ohnmachtsgefühle und Ängste reissen in der Eskalation alles mit sich …
