Vorankündigung: 17. Internationales Filmfestival in Freiburg
(medientipp) Vom 16. bis 23. März 2003 findet das 17. Freiburger Internationale Filmfestival statt. Die Auswahl umfasst rund hundert Spiel- und Dokumentarfilme. Die Retrospektive präsentiert zudem Musikkomödien aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Gespräch „Regards croisés – Gekreuzte Blicke“ treffen die Perspektiven einer schweizerischen Filmemacherin und eines asiatischen Filmemachers zu einem gemeinsamen Thema aufeinander.
Die Musikkomödie entstand zu einer Zeit, als der Film ein Medium volkstümlicher Unterhaltung war. Sie bildete die Quintessenz der grossen „Traumfabriken“ zu Beginn der Tonfilmzeit. Allerdings ist die Musikkomödie mehr als nur eine Subkultur des Films. Ähnlich wie die erfolgreichen Unterhaltungsromane des 19. Jahrhunderts zeugt dieses Genre von den Sehnsüchten seiner Zeit. Indirekt entwickelt diese populäre Filmgattung auch subversive Kraft, da sie die Sprache des Volkes spricht. Nicht zufällig ist die Musikkomödie heute vor allem in fernöstlichen, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern beliebt. Die Retrospektive, die von Martin Girod, Direktor des Filmpodiums der Stadt Zürich, konzipiert wurde, wird nach dem Freiburger Festival in Zürich präsentiert.
Das Freiburger Internationale Filmfestival verfolgt zudem das Ziel, einen Dialog zwischen den Kulturen des Südens und des Nordens in Gang zu setzen. Im Programmteil „Regards croisés – Gekreuzte Blicke“ werden zwei Filmemacher, je ein/e Vertreter/in des Südens und des Nordens, über Filme einen Dialog führen. Eingeladen sind die Genfer Filmemacherin Patricia Plattner und der indische Filmregisseur Shaji N. Karun. Sie werden fünfzehn Filme des Südens bzw. Nordens vorführen, die das gegenseitige Verständnis fördern können.
Link: http://www.fiff.ch
