Ungleiche Brüder (Les lieus du sang)
Lyon, Ende der 1970er-Jahre: Der Kriminalpolizist François (Guillaume Canet) erfährt, dass sein Bruder Gabriel (François Cluzet) aus dem Gefängnis entlassen wird. Schon immer war der Lebensweg der Geschwister gegensätzlich verlaufen. Während François sich stets tugendhaft verhielt, pflegte der rebellische Gabriel schon als Jugendlicher einen unmoralischen und rücksichtslosen Lebenswandel. Er war dennoch stets der Beliebtere von beiden. Nach kurzer Zeit in Freiheit rutscht Gabriel wieder ins Milieu ab und entwirft den aberwitzigen Plan, den Rotlichtbezirk der Stadt unter seine Kontrolle zu bringen. Als François Wind davon bekommt, beginnt das Drama. Jacques Maillot stellt in seinem Film (FR 2008) mit dokumentarisch anmutender Präzision den zermürbenden Alltag der Polizeiarbeit der abgebrühten Beiläufigkeit des Verbrecherhandwerks gegenüber und trifft dabei stilsicher den Look der späten 1970er-Jahre
