Tödliches Spiel um die Macht. Edward II. von England
König Edward II. regierte England an der Wende zum 14. Jahrhundert. Der Sohn eines tatkräftigen Vaters war jedoch alles andere als ein erfolgreicher König. Er wurde abgesetzt und starb überraschend schon kurz darauf. Allerdings machten die Zeiten, in denen er auf dem Thron sass, das Regieren auch schwer: Von seinem Vater, dem «Hammer der Schotten», erbte er einen immer wieder aufflammenden Konflikt. Mit dem Adel kämpfte er um die Macht in seinem Reich. Ausgelöst von katastrophalen Regenfällen und kalten Wintern, kam eine Hungersnot übers Land, die in dieser Epoche eines Königtums von Gottes Gnaden auch dem König angelastet werden konnte. Edward II. verstand es aber auch, sich bei seinesgleichen unbeliebt zu machen. Seine Vorliebe für nicht seinem Stand entsprechende Hobbys machten ihn dem hohen Adel suspekt. In einer höfischen Welt der Eifersüchteleien wirkte seine enge Beziehung zu männlichen Favoriten, die ihn berieten und somit Macht ausübten, wenig professionell
