Theo.Logik. Fasching – Humor und Kirche

Dass der Fasching auf germanische Bräuche zurückgeht, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Der Karneval hat christliche Wurzeln. Einmal im Jahr über die Stränge schlagen, völlern, tanzen und danach verzichten: Fastnacht, die Nacht vor dem grossen Fasten, so die Idee des Festes, das seit dem 4. Jahrhundert nachgewiesen ist. Im Spätmittelalter waren die «tollen Tage» der offiziellen Kirche ein Dorn im Auge. Die Reformatoren lehnten den Fasching ganz ab – genauso wie die Fastenzeit. Heute lebt die Faschingstradition in den Kirchengemeinden nicht nur in Franken, wo Stadtpfarrer Thomas Eschenbacher aus Hammelburg selbst beim Pfarrfasching seiner Gemeinde in die Bütt geht. Auch der Pfarrerball in Frauenau ist weit über den Bayerischen Wald hinaus bekannt. Humor und Kirche – passt das zusammen?