Theo.Logik. Deutscher Islam? Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
«Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland» – mit diesem Zitat polarisierte der damalige Bundespräsident Christian Wulff stark. Elf Jahre später hat sich einiges getan. Es gibt muslimischen Religionsunterricht – seit diesem Schuljahr auch an ausgewählten Schulen in Bayern. Es gibt Islamkunde an Universitäten und eine deutschsprachige Ausbildung für Imame.
Etabliert hat sich inzwischen auch der «Tag der offenen Moschee» – an dem jedes Jahr am 3. Oktober muslimische Gotteshäuser ihre Türen öffnen für Muslime und Nichtmusliminnen. 60 Jahre nach dem Anwerbeabkommen mit der Türkei fragt Theo.logik deshalb: Etabliert sich also ein deutscher Islam? Oder ist das alles Wunschdenken, weil seit 9/11 und spätestens seit den islamistischen Anschlägen in Berlin, Ansbach und Würzburg der antimuslimische Rassismus auch in Deutschland gestiegen ist und weil sich die Mehrheit der Muslime vielleicht gar nicht wiederfindet in akademischen Debatten?
