Theo.Logik. Was Gesichter über Menschen erzählen
«Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn», so steht es im biblischen Schöpfungsbericht. Gottähnlich sollten die Menschen sein, aber jeder für sich doch einzigartig, besonders. Und tatsächlich gleicht kein Gesicht dem anderen exakt, wir sind dunkel- oder hellhäutig, haben grosse oder kleine Münder, tiefe Falten oder ganz glatte Haut. Selbst eineiige Zwillinge unterscheiden sich in kaum sichtbaren Nuancen: eine minimal höhere Stirn, ein Leberfleck an einer anderen Stelle. Und mit dieser Einzigartigkeit sind wir vor allem für Computer-Algorithmen eindeutig zu identifizieren. Smartphones lassen sich inzwischen per Gesichtserkennung entsperren, das digitale Fotoalbum auf dem Laptop erkennt automatisch Freunde und Familienangehörige. Haben wir überhaupt noch die Chance, unerkannt zu bleiben? In «Theo.Logik» kommen auch Menschen zu Wort, die das eigene Gesicht noch nie gesehen haben, weil sie blind sind. Und Menschen, deren Gesicht «gezeichnet» ist, zum Beispiel weil eine Krankheit die Gesichtsmuskulatur lähmt
