The Sea

Nach seinem erfolgreichen Erstling «101 Reykjavik», der an den Nordischen Filmtagen Lübeck 2000 den Preis der Interfilm-Jury gewonnen hat, bringt das junge isländische Regietalent Baltasar Kormakur das Drama einer Fischereifamilie auf die Leinwand, das im Kontext der Globalisierung von besonderer Brisanz ist. Schauplatz der Handlung ist ein einsamer, von Bergen, Schnee und Eis umgebener Ort, in dem es wenig mehr gibt als zwei Bars, ein Hotel, eine Tankstelle und ein öffentliches Telefon. Thordurs Fischverarbeitungsbetrieb bildet für die Einwohner des Dorfes die Lebensgrundlage. Aber die Zukunft des Familienbetriebes ist aus verschiedenen Gründen ungewiss. Einerseits ist der lokale Fischfang durch wirtschaftliche Entwicklungen gefährdet, andererseits ist Thordur ein eigensinniger Patriarch und seine Kinder, soweit sie für die Übernahme des Betriebes überhaupt in Frage kommen, gehen längst eigene Wege. Fast schonungsloser als in «Festen» von Thomas Vinterberg decken sie an einer Familienzusammenkunft unverarbeitete Geschichten der Vergangenheit auf und rechnen miteinander auf eine Weise ab, die für eine gemeinsame Zukunft keine Hoffnung übrig lässt.

Hans Hodel, Filmbeauftragter Reformierte Medien

«The Sea», Island/Frankreich/Norwegen 2002, Regie: Baltasar Kormakur, Verleih: Xenix Filmdistribution, Langstrasse 64, Postfach, 8026 Zürich, Telefon: +41 (0)1 296 50 40, Fax: +41 (0)1 296 50 45, E-Mail: distribution@xenix.ch, Internet: http://www.xenixfilm.ch, http://www.thesea.is

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