Strahlendes Erbe, teuer bezahlt

Es geht um mindestens 169 Milliarden Euro: Im Dezember hat der Bundestag entschieden, wer die Kosten des Atomzeitalters in Deutschland trägt: der Steuerzahler. Eigentlich müssten die Kosten für den Rückbau der 27 Atomstandorte und die Endlagerung des Atommülls die Konzerne übernehmen, so gibt es das Atomgesetz vor. Doch Bundesregierung und Bundestag befürchten, dass die angeschlagenen Energiekonzerne pleite gehen könnten. Der Staat würde dann auf den kompletten Kosten des Atomzeitalters sitzenbleiben. Um das zu verhindern, werden die Konzerne nun entlastet. Und ein grosser Teil des Kostenrisikos wird von vorneherein auf den Steuerzahler übertragen. Diese Entscheidung ist nicht nur ein glasklarer Deal mit der Atomlobby, sondern auch eine Abkehr vom bisher geltenden Verursacherprinzip