Sternstunde Philosophie. Igor Levit: Das Klavier, der Tod und die Politik

«Die Zeit, in der man passiv sein konnte, ist für fast alle vorbei.» Aus dieser Einsicht folgt für den Ausnahmepianisten Igor Levit ein verändertes Rollenverständnis. Fern klassischer Beschreibungen und Erwartungen durchbricht der 32-jährige Deutsch-Russe die Grenze zwischen Kunst und Engagement, Auftritt und Haltung, Konzertsaal und Fussgängerzone. So virtuos und intensiv sein Spiel, so entschieden und emotional auch seine politischen Statements. Levits Beethoven-Interpretationen sind bereits jetzt legendär. Gleiches gilt für die Einträge auf seinem äusserst intensiv bespielten Twitter-Account @igorpianist