sonntags. Ein Tag in Taizé – Die Jugend der Welt an einem Ort

Beten, Singen – Stille. In sich hineinhören, in die Tiefe gehen, ins Gespräch mit Gott kommen inmitten einer grossen Gemeinschaft. Das ist es, was jährlich Zehntausende nach Taizé zieht. Es sind vor allem junge Menschen, die aus Europa und der ganzen Welt kommen. Sie tauschen sich aus, über den Glauben, ihre Zukunft, aber auch über Politik oder Klimawandel – spirituell begleitet von den Brüdern von Taizé, einem internationalen Männerorden. Gründer der Communauté de Taizé war der Schweizer Roger Schütz (1915–2005), heute ist der Deutsche Alois Löser Prior der Gemeinschaft. Vor 70 Jahren begannen die Brüder ihre Arbeit, nahmen damals Kriegsflüchtlinge auf in dem kleinen Ort nördlich von Cluny. Im Ursprung protestantisch, widmeten die Geistlichen bald ihr Leben der Ökumene. Berühmt wurde Taizé durch die ökumenischen Jugendtreffen. Der Bergpredigt verpflichtet, stellen die Brüder jedes Jahr unter einen Leitgedanken. 2019 ist es die «Gastfreundschaft»