SIGNIS – die neue Weltorganisation für katholische Medienschaffende

Im 19. November 2001 versammelten sich in Rom Vertreter aus aller Welt zur ersten offiziellen Sitzung von SIGNIS, der neuen katholischen Weltorganisation für Medienschaffende. Vor 70 Jahren wurde die OCIC für die Filmschaffenden gegründet und ebenfalls die Unda, in der sich die katholischen Radio- und Fernsehschaffenden zusammenschlossen. In der vergangenen Woche leiteten in Rom die Delegierten beider Organisationen deren Auflösung ein und gründeten gemeinsam die neue Organisation SIGNIS. Der Sitz der neuen Weltorganisation ist Bruxelles, und die Statuten sind nach schweizerischem Recht abgefasst. Anlässlich des Weltkongresses wünschte Papst Johannes Paul II. in der vergangenen Woche die Delegierten in einer eigens einberufenen Audienz zu empfangen, um die Bedeutung der neuen Weltorganisation zu unterstreichen. Er betonte in seiner Ansprache, dass es wichtig sei, wenn die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam angegangen werden. Angesichts der zunehmenden Globalisierung und der rasanten Fortschritte in der Kommunikationstechnologie sei es gerade zu Beginn des 3. Jahrtausends ein wichtiges Signal, wenn sich die Medienschaffenden aus der Film-, Radio- und Fernsehbranche – und neuestens auch die Vertreter des Internets – in einer einzigen Weltorganisation zusammenschlössen. SIGNIS, die Weltorganisation der katholischen Medienschaffenden möchte sich in allen Bereichen der Kommunikation einsetzen, insbesondere aber für die Achtung der Wahrheit und Freiheit und für den Respekt vor der Würde der Menschen. SIGNIS organisiert Aus- und Weiterbildung für Medienschaffende, ist bei bedeutsamen Film- und Fernseh-Festivals präsent und leistet wichtige Entwicklungsarbeit in den Ländern Afrikas und Asiens. In den kommenden Monaten wird es wichtig sein, innerhalb von SIGNIS-Europa auch SIGNIS-Schweiz zu gründen, damit die Weltorganisation kontinental und regional vernetzt werden kann.

Willi Anderau, Vorstandsmitglied SIGNIS Europa