Schätze der Welt – Erbe der Menschheit, Brügge

Der Handel brachte Brügge im Mittelalter grossen Reichtum, der bis heute an den Bauwerken zu sehen ist. Seit der Jahrtausendwende gehört das Zentrum der belgischen Stadt zum UNESCO-Welterbe. Bauwerke wie der mächtige Belfried oder der in prachtvoller Renaissance gehaltene Justizpalast sowie stattliche Zunft- und Patrizierhäuser erzählen von dem märchenhaften Aufstieg. Der Reichtum der Händler, Bankiers und Adeligen lockte bedeutende Künstler an. Eigentlich hat eine Naturkatastrophe den Aufstieg Brügges zu einem der bedeutendsten Handelsplätze Europas im Mittelalter zumindest begünstigt. Eine Sturmflut pflügte 1134 eine Rinne in die Meeresbucht Zwin und schuf einen direkten Zugang zur Nordsee. Daraufhin entwickelte sich Brügge zu einem der meistangelaufenen Häfen im Norden Europas, war bald Drehscheibe im internationalen Handel, der die Wollproduzenten Englands mit den Weingütern der Gascogne und den flandrischen Tuchmachern verband