Romy – Porträt eines Gesichts

Zur Entstehungszeit des Dokumentarfilms von Hans Jürgen Syberberg war Romy Schneider 27 Jahre alt, das Sissi-Image hatte sie abgelegt, die eigentliche Weltkarriere hatte trotz eines Hollywoodaufenthaltes und der Zusammenarbeit mit international renommierten Regisseuren noch nicht richtig begonnen. 30 Filme mit ihr waren bis dato in den Kinos gelaufen, Luchino Visconti hatte sie in «Schade, dass sie eine Dirne ist» in Paris zu einem Triumph auf der Bühne geführt, Otto Preminger war ihr Regisseur in «Der Kardinal» gewesen, Orson Welles hatte sie für seine Kafka-Verfilmung «Der Prozess» engagiert – ein Erlebnis, das sie tief geprägt hat. Doch die junge Schauspielerin zweifelte an sich selbst, litt unter der Publicity, die sich mehr mit ihrem Privatleben oder mit ihrem Welterfolg «Sissi» beschäftigte als mit der Künstlerin Romy Schneider