Reflexe. Béla Tarr, der langsamste Filmregisseur der Welt
Sein bekanntestes Kinostück «Sátántangó» war schwarzweiss und 415 Minuten lang. Der ungarische Filmregisseur Béla Tarr hat einen unverwechselbaren Stil und ein unverwechselbares Selbstbewusstsein. Martin Walder hat ihn getroffen und mit ihm über seinen aktuell jüngsten und angeblich letzten Film gesprochen: «Das Turiner Pferd». Zusammen mit dem Schriftsteller László Krasznahorkai hat Tarr seine Filme jeweils so angelegt, dass sie exakt so lange sind, wie die Lektüre der Romanvorlage dauert. Im Gespräch erklärt er, warum auch Nietzsches kurze Geschichte vom altersschwachen Turiner Pferd 146 Minuten Leinwandzeit braucht
