Rabiat. Rechte, Rock, Rattenfänger

Warum lassen sich Menschen durch Rockmusik mit rechtsextremem und neonazistischem Gedankengut verführen? Maximilian gehörte zu ihnen und meldete einst selbst rechte Demos an – heute schaut er auf seine Zeit in dieser Welt zurück. Maximilian lebt in Braunschweig, er ist jung, tätowiert und produziert Inhalte für den Social-Media-Account des lokalen Basketballvereins. Auf den ersten Blick wirkt Maximilian total normal, sympathisch. Allerdings begann sein zweites Leben erst 2015 nach seinem Austritt aus der rechten Szene. Rechtsrock war für ihn der erste Berührungspunkt mit einer Welt, mit der er heute nichts mehr zu tun haben will. Die rechte Musikszene ist für viele die «Einstiegsdroge» auf dem Weg in Richtung Rechtsextremismus. Nicht nur das, rechtsextremistische Bands spielen eine wichtige Rolle für die Finanzierung der heutigen Nazi-Szene. So unterstützte das seit 2000 verbotene, neonazistische Band-Netzwerk «Blood and Honour» unter anderem die Anschläge des NSU. Nach wie vor finden in ganz Europa regelmässig Neonazi-Konzerte statt