Preis der Ökumenischen Jury in Fribourg

Der von Brot für alle und Fastenopfer mit Fr. 5000.- dotierte Preis der Ökumenischen Jury am 16. Internationalen Filmfestival von Fribourg ist dem Wettbewerbsfilm „Ge Ge“ der jungen Filmemacherin Yan Yan Mak aus Hongkong zuerkannt worden. Als Road Movie durch die weiten chinesischen Landschaften beginnt der Film mit einer Metapher für den Übergang zwischen zwei Welten, in denen alles gegensätzlich ist: das moderne Hongkong und China, die seit 1997 wiedervereint sind. Im Mittelpunkt steht ein junger Mann aus Hongkong, der sich anhand einer Postkarte aus Qinghai in China auf die Suche nach seinem vor drei Jahren verschwundenen Bruder macht. Ob er sein Ziel erreicht, ist ungewiss. Die Ökumenische Jury würdigt die Momente des Schweigens im Film, die spirituelle Dimensionen des Lebens erreichen, und hebt hervor, dass die Regisseurin „auf feine und persönliche Art die menschlichen Beziehungen voll von Respekt und Zärtlichkeit zeigt“. Mitglieder der Jury waren Annemarie Friedli aus Basel, die Produzentin Baerbel Mauch aus Berlin, die Filmpädagogin Hanne Suykerbeuyk aus Belgien und der frühere indische Mitarbeiter von „Brennpunkt Welt“ Mani Mezhukanal.

Hans Hodel, Filmbeauftragter der Reformierten Medien