Perspektiven. Niklaus Brantschen – Gegensätze verbinden

Der Jesuit und Zen-Meister Niklaus Brantschen ist gerade 80 geworden und hat sein Leben in einem Buch aufgeschrieben. Brantschen sieht sich als Brückenbauer zwischen der buddhistischen Zen-Tradition und dem Christentum. Brantschen ist in einfachen Verhältnissen in Randa im Wallis in den Bergen aufgewachsen. In Brig besucht er das Gymnasium, tritt in den Orden der Jesuiten ein, studiert und bereist die weite Welt. Die Begegnung mit dem deutsch-japanischen Jesuitenpater und Pionier des inter­religiösen Dialogs, Hugo Enomiya Lassalle, in Japan prägt sein Leben. Niklaus Brantschen lässt sich zum Zen-Meister ausbilden. Im Lassalle-Haus im Kanton Zug, einem Bildungshaus der Jesuiten, gründet er eine eigene Meditations- und Kontemplationsschule. Die Frage, was letztlich im Leben zählt, beantwortet Niklaus Brantschen heute mit einem Wort: Dankbarkeit