Perspektiven. Ist Gott ein „Herr“? – Bibel in gerechter Sprache

Gerechtigkeit ist „das“ Thema der Bibel. Nun soll sich dies im Buch der Bücher auch sprachlich niederschlagen. Diesen Herbst erscheint die „Bibel in gerechter Sprache“. Über 50 Theologinnen und Theologen haben sich während fünf Jahren in die hebräischen und griechischen Urtexte vertieft. Das Ergebnis ist eine Übersetzung mit dem Anspruch, den Geschlechtern und dem religiös-kulturellen Umfeld der Bibel gerecht zu werden. Jesus wird klar als Jude erkennbar, Frauen als Jüngerinnen, Apostelinnen oder Diakoninnen. Und für den Namen Gottes – in christlicher Tradition oft mit „Herr“ übersetzt – bietet die „Bibel in gerechter Sprache“ auch Lesemöglichkeiten wie „der Ewige“, „Adonaj“ oder „die Lebendige“. Luzia Sutter Rehmann, Dozentin für Neues Testament an der Universität Basel, hat mitübersetzt und ist zu Gast in der Sendung