Passage2. Die Irrfahrt des Soldaten Döblin

Wolfgang Döblin, Sohn des Schriftstellers Alfred Döblin („Berlin Alexanderplatz“), wurde 1938 zur Infanterie einberufen, nachdem er die französische Staatsbürgerschaft erlangt hatte. Den Kriegsausbruch erlebte er als einfacher Soldat. Am 21. Juni 1940 nahm sich der 25-Jährige beim Eintreffen einer Vorhut der deutschen Wehrmacht das Leben, um der Gefangennahme zu entgehen. Das mathematische Genie und die tragische Lebensgeschichte von Wolfgang Döblin sollten erst Jahrzehnte später in ihrer ganzen Tragweite erkannt werden