Ökumenische Preise am 48. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg
Der mit 3000 Mark dotierte Preis der Ökumenischen Jury – aus dem 33 Lang-, Kurz- und Dokumentarfilme umfassenden Internationalen Wettbewerb – wurde an den Spielfilm „Egzekutor“ (Der Vollstrecker) des polnischen Regisseurs Filip Zylber vergeben.
Die Begründung der Jury: „Der Film zeigt den Gewissenskonflikt eines jungen Mannes in einem postsozialistischen Land, der Menschen auf deren Verlangen hin gegen Geld tötet. Mit filmisch kraftvollen Ausdrucksmitteln wird eine Spannung erreicht, die die Zusehenden in den inneren Kampf des Protagonisten miteinbeziehen. Der Film fordert zur Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen von Leben und Tod heraus.“
Eine lobende Erwähnung ging an „Bye Bye Bluebird“ der dänischen Regisseurin Katrin Ottarsdóttir. Der Film wurde in der Sektion „Internationale Entdeckungen“ gezeigt.
Die Begründung der Jury: „Der als komödiantisches Roadmovie konzipierte Film zeigt die Heimkehr zweier lebenslustiger, schrill-exzentrischer junger Frauen in die karge Landschaft der Färöer-Inseln. Auf der Suche nach den Wurzeln ihres Lebens werden seelische Wunden schmerzhaft aufgedeckt. Die ZuschauerInnen werden inspiriert, der Vielschichtigkeit und Verlässlichkeit menschlicher Beziehungen nachzuspüren.“
Als Vertreterin der Schweiz und als Präsidentin der fünfköpfigen Ökumenischen Jury amtete Bernadette Meier von der ZOOM Dokumentation für Film.
