O mein Papa

Alle Jahre wieder weckt «de Stärn vo Bethlehem» Kindheitserinnerungen, denn seit mehr als 40 Jahren wird «D’Zäller Wiehnacht» landauf, landab gesungen. Wer sie komponiert hat, und dass noch ganz andere Noten aus seiner Feder stammen, ging fast vergessen. Nun widmet sich ein Dokumentarfilm dem Schweizer Musikgenie Paul Burkhard.

Seinen Aufstieg verdankte Burkhard der sogenannten «leichten Musik», und sein bekanntester Schlager «O mein Papa», der zum weltweiten Exportschlager wurde, eröffnet in allen möglichen Interpretationen den Film. Dank vieler Originaldokumente kommt Burkhard oft selbst zu Wort, sitzt am Klavier, singt und lacht. Sorgfältig wird sein Werdegang gezeigt sowie die lebenslange Unterstützung durch seine Schwester. Er war unglaublich vielseitig, arbeitete mit Brecht und Dürrenmatt zusammen, lebte in Berlin und New York, bis er sich schliesslich in Zell im Tösstal niederliess. In seinem ehemaligen Wohnhaus lassen Schweizer Musiker wie Michael von der Heide und Dodo Hug viele Lieder aufs Neue erklingen, und natürlich darf auch «Kei Muetter weiss…» nicht fehlen. Seine Liebessehnsucht und sein religiöses Ringen in den letzten Lebensjahrzehnten zeigen sehr persönliche, auch verletzliche Seiten des Menschen Burkhard. Ein einfühlsames Filmporträt voller Achtung vor seinem längst verstorbenen Star.

Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien
christine.stark@ref.ch

«O mein Papa», Regie: Felice Zenoni, Dokumentarfilm mit Paul Burkhard, Lys Assia, Michael von der Heide u.a; Verleih: Filmcoopi Internet: http://www.filmcoopi.ch, Filmwebsite: http://www.omeinpapa.ch

Filmstart: 13. September 2007