Neue Buchpublikation: Weltreligionen im Film

(medientipp) Unter der Reihe „Film und Theologie“ erscheint im Juni 2002 der Band „Weltreligionen im Film“. Die Autoren beschäftigen sich u.a. mit der Frage, inwiefern religiöse Inhalte im Film überhaupt darstellbar sind und welche Verschiebungen dabei stattfinden. Bei vielen Werken der Filmgeschichte kann eine ernsthafte Auseinandersetzung mit religiösen Themen und Lebenswelten beobachtet werden. Die Verschiedenartigkeit der Religionen und ihr jeweiliges Verhältnis zur Moderne führt zu einer je spezifischen Thematisierung der fünf Weltreligionen Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus und Buddhismus. Oft erweist das Medium Film seine Stärke gerade dort, wo die Konfrontation von religiösen Traditionen und moderner Lebenswelt unübersehbar wird.

Valentin, Joachim (Hrsg.) 2002: Weltreligionen im Film. Reihe Film und Theologie, Bd. 3, 256 S. mit Abb. € 14.80, SFr 26.-, ISBN 3-89472-369-6.

Aus dem Inhalt:
Dietmar Regensburger: Religion(en) und Gewalt
Peter Hasenberg: Religion und Massenmedien
Reinhold Zwick: Jesus im Plural
Charles Martig: Spuren der Endzeit im Kino
Dorothée Kreuzer: Die Kollision von Transparenz und Schleier
Daniel Gaschick: Das Schicksal von Youssef Chahine
Jutta Hertlein: Mystik – für Frauen eine Tür zum Himmel?
Stefanie Knauss: Der Dibbuk. Eine Auseinandersetzung des Chassidismus mit der Moderne?
Joachim Valentin: Spielfilme widmen sich dem Thema Shoah
Matthias Müller: Kalmans Geheimnis von Jeroen Krabbé
Matthias Müller/Joachim Valentin: Zwischen Säkularen und Orthodoxen, Juden und Palästinensern: Amos Gitai und sein Werk
Charles Martig: Indische Mythologie und sozialkritischer Realismus
Luc Schaedler: Buddhismus im Spielfilm
Armin Scheffold: Kundun – eine authentische Verfilmung der Biographie des Dalai Lama?
Matthias Ganter: Zur Bedeutung des Buddhismus für Yong-Kyun Baes Film „Warum Bodhi-Dharma in den Orient aufbrach“