Miel et cendres Spielfilm (Schweiz/Tunesien 1996). Regie: Nadia Fares

SF1 zeigt den Spielfilm „Miel et cendres“. Er erzählt drei dramaturgisch geschickt miteinander verzahnte Geschichten um nordafrikanische Frauen verschiedener sozialer Herkunft: Eine 20-Jährige flüchtet vor den rigiden patriarchalischen Familienverhältnissen und verdient sich ihr Studium als Prostituierte; eine Frau wird von ihrem Mann, einem Universitätsprofessor, brutal misshandelt; eine selbstbewusste Ärztin gibt ihre Erfahrungen an ihre Tochter weiter.
„Miel et cendres“ ist der ebenso ambitionierter wie einfühlsame Erstlingsfilm von Nadia Fares, einer Regisseurin ägyptisch-schweizerischer Abstammung. Der Film stellt die Frauen nicht nur als Opfer dar, sondern beschreibt auch ihren Kampf um Würde. Dabei weist ihr Schicksal über das arabisch-muslimische Milieu hinaus und erlangt universelle Bedeutung.