Leonardo da Vinci
Im Jahr 1998 stiess der kanadische Sammler Peter Silverman bei einer Versteigerung des Aktionshauses Christie’s auf die Zeichnung eines anonymen Künstlers, die unter dem Titel «Junges Mädchen im Profil und in Renaissancekleidung» angeboten wurde. Das Bildnis in zarten, leicht verblichenen Ockertönen weckte sofort sein Interesse. Der Kunstkenner witterte, dass sich hinter dem unspektakulären Porträt mehr verbergen könnte, als die Katalogangabe «deutsch, frühes 19. Jahrhundert» vermuten liess. Doch zunächst hatte Silverman Pech, denn das Werk ging an einen Höherbietenden. 2007 konnte er die Zeichnung schliesslich erwerben. Da das Bild ihm weiterhin Rätsel aufgab, beauftragte er ein hochkarätiges Expertenteam mit einem Gutachten. Die Untersuchungen sollten mehrere Jahre dauern. Die Dokumentation schildert den Streit um die unscheinbare Zeichnung und die langwierige und hochkomplexe Expertise, die Silvermans Intuition, es handle sich um ein Werk Leonardo da Vincis, immer wieder entweder bestätigte oder entkräftete
