Lebenslinien. Die unheilvolle Narbe
Weil Ritas Mutter Sinteza ist, soll sie 1942 zwangssterilisiert werden. Als sich herausstellt, dass sie mit Zwillingen schwanger ist, wird sie verschont. Sofort nach der Geburt nimmt man ihr die beiden Mädchen weg und missbraucht sie für medizinische Versuche. Das eine Mädchen stirbt, Rita wird der Mutter nach einem Jahr zurückgegeben – mit einer schweren Verletzung am Kopf. Mutter und Tochter leben fortan ein symbiotisches Leben. Als Rita 14 Jahre alt ist, gründet ihre Mutter einen Verein, der für die Anerkennung der Sinti und Roma als Opfer des Nationalsozialismus kämpft und sich für Wiedergutmachung starkmacht. Mit Anfang 20 verliebt Rita sich in einen amerikanischen Soldaten, sie heiraten und bekommen zwei Kinder. Rita folgt ihm in die USA. Die Ehe zerbricht und Rita verlässt ihre Kinder, um in Deutschland für ihr politisches Anliegen zu kämpfen
