Leben. Die Vielstimmigkeit des Ichs
Stellen sie sich vor, sie müssten in einer wichtigen Konferenz ihre Idee präsentieren. Da meldet sich eine ängstliche Stimme in ihnen, die sagt: «Oje, ob ich das schaffe?» Eine andere vorwurfsvolle Stimme pflichtet ihr bei: «Du hättest dich aber auch ein bisschen besser vorbereiten können.» Vor allem die Stimmen, die wir nicht hören wollen, können uns in Konflikte stürzen. Denn entstanden sind diese inneren Stimmen meist schon in Kindertagen und hatten damals oft existenzielle Bedeutung, sagt der Psychologe Dr. Friedemann Schulz von Thun. Ein Gespräch
