Le fate ignoranti
Antonia und Massimo sind seit über zehn Jahren ein glückliches Ehepaar. Doch plötzlich geschieht das Unfassbare: Massimo kommt in einem Autounfall ums Leben. Antonia versinkt in tiefe Trauer und verschliesst sich völlig in ihrem Schmerz, bis sie eines Tages zufällig entdeckt, dass ihr Mann seit sieben Jahren eine Affäre hatte. Sie beginnt ihre Suche nach der mutmasslichen Geliebten – der «unwissenden Fee» – in der Innenstadt Roms. In einer grossen Wohngemeinschaft findet sie Michele. Irritiert sieht sie sich mit der Tatsache konfrontiert, dass Massimo einen Geliebten hatte und in der schwulen Grossfamilie ein zweites Leben führte. Antonia nähert sich dieser Welt der Wahlverwandtschaften: Männer und Frauen verschiedenen Alters, von unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen sexuellen Vorlieben leben in diesem Haus zusammen. Die Offenheit ihrer Beziehungen wird für Antonia zu einer Chance, ihre Trauer zu überwinden. Unter der Regie von Ferzan Ozpetek ist ein nachdenklicher und lebendiger Film über Trauer und Beziehung entstanden.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch
«Le fate ignoranti», Italien 2000, Regie: Ferzan Ozpetek, Besetzung: Margherita Buy, Stefano Accorsi. Verleih: Monopole Pathé, Zürich. Kinostart: 18. Oktober.Internet: http://www.medusa.it/film/fateignoranti
