Lauf Junge lauf

Pepe Danquarts «Lauf Junge lauf» (FR/DE 2013) erzählt die wahre Geschichte des neunjährigen Jungen Srulik (Andrzej/Kamil Tkacz), dem die Flucht aus dem Warschauer Ghetto in die nahe gelegenen Wälder gelingt. Dort muss er sich bis zum Ende des Krieges mehr oder weniger alleine durchschlagen. Die wenigen Freunde, die Srulik findet, bleiben ihm nicht lange erhalten. Bis zum Einbruch des Winters lebt er einige Monate von Waldfrüchten, erjagten Kleintieren und kleinen Beutezügen durch die Gärten umliegender Bauernhöfe. Srulik hat Glück und wird einige Zeit von einer Bäuerin (Elisabeth Duda) versteckt, vor allem aber sorgt sie dafür, dass er eine neue Identität bekommt: Aus dem flüchtigen jüdischen Jungen Srulik macht sie das versprengte polnische Waisenkind Jurek, das christliche Gebete kennt und ein Kruzifix um den Hals trägt. Doch Jurek bleibt ein Gejagter …