La Zona

Sicherheit ist eines der grossen Themen in einer Gesellschaft, die ihre Ängste nicht bewältigen kann. Sie ist besonders dort gefährdet, wo der Gegensatz zwischen Arm und Reich frappant ist. „La Zona“ spielt in Mexico-City, wo sich ein Quartier von wohlhabenden Leuten vollständig von der Aussenwelt abschirmt: mit einer Mauer, privatem Sicherheitsdienst und Videoüberwachung. Doch gibt es immer Lücken und drei junge Männer dringen in ein Luxushaus ein. Die Bewohner setzen sich zur Wehr und eine erbarmungslose Hetzjagd beginnt.

In präzisen Bildern stellt der Film dar, wie hoch der Preis für eine totale Überwachung ist. Statt die Polizei einzuschalten, geht die Gemeinschaft von „La Zona“ den Weg der Paranoia und der Selbstjustiz, die am Schluss auf die Bewohner selbst zurückschlägt. „La Zona“ wird damit zur Leitfigur der Geschichte, in die der Regisseur Rodrigo Plá seine Zuschauer hineinführt. Das Eintauchen in dieses Universum erzeugt einen Schrecken, der nachhaltig wirkt. Das menschliche Leben ist hier auf den Nullpunkt reduziert, wenn Leichen in der Müllabfuhr landen und die Polizei vollständig korrumpiert ist. Dies sind eindrückliche Bilder, zum Thema der strukturellen Gewalt, die in dieser Allegorie ein sehr konkretes Gesicht bekommt.

Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch

„La Zona“, Mexiko 2007, Regie: Rodrigo Plá, Besetzung: Daniel Giménez Cacho, Maribel Verdú, Daniel Tovar, Carlos Bardem; Verleih: Frenetic Films, Internet: http://www.frenetic.ch, Filmwebsite: http://www.lazona-lefilm.com

Kinostart: 18. September 2008