Kreuzwege im Internet
Traditionellerweise werden die vierzehn Stationen des Kreuzweges von Pilgerinnen und Pilgern mit leibhaftigen Füssen abgeschritten. Heutzutage kann man sie jedoch auch auf virtuellem Weg begehen: Diverse Webseiten fordern auf, den Passionsweg Jesu vor dem Bildschirm zu meditieren.
So laden unter http://www.franziskaner.at/kreuzweg/vor1.html sechs Stationen mit Fotografien von Skulpturen und kurzen Texten zum Verweilen ein. Die Website http://www.kreuzweg.at ordnet den einzelnen Stationen Texte des heiligen Bernhard von Clairvaux zu. Das Angebot kann in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Slowenisch und Latein aufgerufen werden. Der Kreuzweg der deutschen Autobahnkirche (http://www.autobahnkirche.de/spirit-container/gebete/kreuzweg/spirit-kreuzweg-index.html) betont, dass Christus jeden Leidensweg eines jeden Menschen begleitet. In längeren Texten erweisen sich die einzelnen Stationen des Kreuzweges als existentielle Schlüsselsituationen des menschlichen Lebens.
Auf der Webseite der christlichen Band „Rockmesse live“ (http://www.rockmesse-live.de) findet man den Kreuzweg „Das unsichtbare Kreuz“, welcher in zehn gezeichneten Bildern die Geschichte einer Figur erzählt, die von einer Menschenmenge als Sündenbock gejagt und getötet wird. Unter http://www.franziskaner.ch schliesslich präsentiert die franziskanische Gassenarbeit Zürich einen Leidensweg, der einen auf den ersten Blick bestimmt nicht in meditativen Zustand versetzt. Fotos von einer drogenabhängigen Frau, welche Vorbereitungen trifft, sich einen Schuss zu setzen, werden mit den Stationen des Kreuzweges in Verbindung gebracht.
