kreuz und quer. Das Christentum und die Sexualität (2/3)

Die zweite Folge der dreiteiligen Serie widmet sich dem Thema der sexuellen Revolution, die bereits zum Beginn der Neuzeit die westliche Gesellschaft erschütterte. Die Kirche ergreift im 11. Jahrhundert zunehmend die Macht über jeden Aspekt der Lebensgestaltung. Die Ehe ist dabei ein zentrales Instrument. Doch zunehmend wird selbst der eheliche Geschlechtsverkehr als sündig gebrandmarkt. Martin Luther und die Reformation stellen dem schliesslich eine ganz andere Botschaft gegenüber: Sex ist keine Sünde, Sex ist vielmehr und gerade in der Ehe erstrebenswert und positiv. Doch die radikale Antwort der Kirche lässt nicht lange auf sich warten. Die Gegenreformation sorgt dafür, dass gute Katholiken den Geschlechtsverkehr wieder brav als Sünde wahrnehmen. Und Europa verschwindet schliesslich im katastrophalen Strudel der Hexenverfolgung