Kontext. Schweizer «Ortsbildschutz» – alter Zopf oder Ei des Kolumbus

Das Bundesinventar für schützenswerte Ortsbilder (ISOS) ist weltweit ein einzigartiges denkmalpflegerisches Instrument, ein Kind der 60er Jahre, lange verpönt, inzwischen etabliert: ist die Idee noch zeitgemäss angesichts der Forderungen nach verdichtetem Bauen? In welchem Verhältnis steht das inzwischen etablierte Inventar zur aktuellen Raumplanungsdiskussion: als Verhinderer von Moderne oder als wichtiges Instrument zur Erhaltung einmaliger historischer Bausubstanz und damit kultureller Identität? Das Thema ist von beträchtlicher Brisanz, wie eine Tagung zeigte im Januar dieses Jahres