Katholische Welt. Wenn Wohlgerüche auf die Seele wirken
Die Heiligen Drei Könige brachten Gold Weihrauch und Myrrhe an die Krippe. Im Hafen von Bir Ali am Indischen Ozean, im heutigen Jemen, wurde einst das kostbare Baumharz auf Kamelkarawanen umgeladen. Die antike Weihrauchstrasse führte über Petra in Jordanien ans Mittelmeer. Abertonnen von Weihrauch für die alten Götter in Athen und Rom. Die Reise beginnt in Arabien und endet im Paradies. In den Jenseitshoffnungen aller Religionen ist der «Himmel» ein Ort voller Wonne und Wohlgeruch. Düfte prägen auch die Weihnachtszeit: Bienenwachs, Tannenadeln, Anis und Zimt. Von Gerüchen und Düften ist in der Bibel oft die Rede. Sie spielen in den Beziehungen zu anderen Menschen, zur Welt und zu Gott eine wichtige Rolle. Als Sinnbild für die Anwesenheit Gottes bzw. der Verbindung von Himmel und Erde, haben orthodoxe und katholische Christen den Einsatz von Weihrauch in der Liturgie von Ägyptern, Griechen und Römern übernommen
