Katholische Welt. Gott ist tot – Gott lebt
Von jeher haben Christinnen und Christen darüber gestritten, wer Gott ist. Dass er existiert, wurde dabei zunächst nie in Frage gestellt. Erst im 19. Jahrhundert wagten Philosophen und Psychologinnen den entscheidenden Schritt: Ludwig Feuerbach bezeichnete «Gott» erstmals als «Projektion» menschlicher Ideale, Friedrich Nietzsche proklamierte gar seinen «Tod». Andere folgten den Gedanken. Ohne Gott zu leben, gilt seither oft als «modern». Doch was die einen als grosse Befreiung feiern, empfinden andere als schmerzhafte Leere. Die Sendung stellt die entscheidenden Fragen: Wer oder was «starb» im 19. Jahrhundert und danach? Gott? Oder starben überholte Gottesbilder, die sich als Illusionen entpuppten und nicht mehr tragfähig waren? Selbst moderne Heilige wie Mutter Teresa haben in manchen Phasen ihres Lebens unter einer vermeintlichen Abwesenheit Gottes gelitten und mussten feststellen: Gott ist anders als alle menschlichen Ideen
