Katholische Welt. Heilendes Pilgern?
Die Diagnose MS trifft vor neun Jahren Hedwig Pirkl und ihre Familie, ihren Mann Bernhard und ihre zwei Kinder Mila (13) und David (8), aus heiterem Himmel. Die heute 54jährige Nürnbergerin beginnt sofort mit einer Bewegungstherapie, sucht durch eine Psychotherapie auch nach möglichen seelischen Ursachen. Ihren Beruf als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche kann sie lange fast ohne Einschränkungen ausüben. Dann im Herbst 2015 ein neuer Schub. Doch Hedwig will den Jakobsweg gehen. Am Anfang einfach nur so weit, wie es ihr möglich ist. Es geht Hedwig nur um die Bewegung. Der Weg wird allmählich zu einer spirituellen Erfahrung. Sie schafft es, sich mit ihren katholischen Wurzeln auszusöhnen, denen sie lange Zeit kritisch gegenüberstand. Im November 2018 hat sie 3’000 Kilometer geschafft und ist in Santiago angekommen. Von der heilsamen Wirkung des Pilgerns ist auch Tanja Zeller überzeugt. Sie ist die Koordinatorin des ersten ökumenischen Pilgerzentrums in Bayern, das sich in der evangelischen St. Jakobskirche in Nürnberg befindet
