Katholische Welt. Das Kolpingwerk

Vor 170 Jahren gründete der katholische Priester Adolph Kolping (1813–1865) in Köln den ersten sogenannten Gesellenverein. Kolping, der selbst zunächst eine Schuhmacherlehre absolviert hatte, war entsetzt über die Lebensumstände der fahrenden Handwerker. Er schuf mit seinem Verein eine christlich motivierte Einrichtung der Selbstorganisation und gegenseitigen Hilfe für Handwerker. Sehr schnell entstanden überall in Deutschland Gesellenvereine, die familienähnlich und genossenschaftlich aufgebaut waren. Zu ihren Einrichtungen gehörten bald Krankenhäuser, Wohnheime und Bildungsstätten. Heute ist das Kolpingwerk in über 60 Ländern der Erde mit ca. 450’000 Mitgliedern, die in 5’800 sogenannten Kolpingfamilien leben, vertreten. Was als kleine katholische Gemeinschaft für Handwerksgesellen begann, ist im 21. Jahrhundert fester Bestandteil sozialen christlichen Engagements