Katholische Welt. Die Märtyrer von Tibhirine werden selig
Am 8. Dezember sollen in der algerischen Küstenstadt Oran 19 christliche Märtyrer selig gesprochen werden – unter ihnen der ehemalige Bischof, Pierre Calverie, und 7 europäische Trappisten. Mehr als 20 Jahre sind vergangen, seit die Mönche aus ihrem Kloster im algerischen Gebirgsort Tibhirine entführt und ermordet wurden. Als 1996 der Bürgerkrieg zwischen der algerischen Armee und aufständischen Islamisten eskalierte, gerieten die Ordensleute zwischen die Fronten. Trotz Warnungen blieben sie vor Ort, um mit ihrer kleinen Ambulanz den Einheimischen beizustehen. Der preisgekrönte Spielfilm «Von Menschen und Göttern» hat ihnen ein Denkmal gesetzt. Bis heute ist unklar, wer für die Ermordung der Trappisten verantwortlich ist. Als Datum wurde ein Marienfeiertag gewählt, da Maria von Christen und Muslimen verehrt wird. Die Feier soll die Botschaft der algerischen Märtyrer verdeutlichen, die an der Seite von unzähligen Muslimen starben: Es geht um Frieden, Freundschaft und Dialog zwischen den Religionen
