Katholische Welt. Mit Pauken und Trompeten oder wie klingt Auferstehung?

Et resurrexit – Er ist auferstanden von den Toten! Die zentrale Botschaft des Osterfestes ist ein fester Bestandteil der Liturgie, sie ist der wesentliche Teil des christlichen Glaubens, ein Symbol, ein Erkennungszeichen, das im Glaubensbekenntnis bekräftigt wird. In der Musik haben Komponisten bei der Vertonung dieses Glaubensgeheimnisses wohl auch ihre persönlichen Glaubensvorstellungen vertont. Und so klingt die Auferstehung in den Credo-Vertonungen nicht nur stilistisch bei Bach ganz anders als bei Beethoven. Während die Auferstehung in Bachs h-Moll Messe mit Pauken und Trompeten nach der Grabesstille in die Welt einbricht, komponiert Beethoven in der Missa solemnis die Auferstehung ganz zurückhaltend, ohne Orchesterbegleitung. Und in der Auferstehungshistorie von Schütz tritt der auferstandene Jesus gar als «gespaltene Persönlichkeit» auf, gesungen von zwei Sängern im Duett. Gemeinsam mit dem Dirigenten Frieder Bernius und dem Philosophen Godehard Brüntrup sucht Andreas Pehl Antworten auf Fragen nach der Auferstehung