Katholische Welt. Dem Benediktiner Notker Wolf zum Geburtstag

Als «rockender Abt» mit E-Gitarre wurde Notker Wolf weit über Deutschland hinaus bekannt. Der Benediktiner steht für das, was die Kirche heute aus der Sicht vieler braucht: eine gesunde Mischung aus Spiritualität und Tradition, Weltoffenheit und Moderne. Am 21. Juni 1940, mitten im Zweiten Weltkrieg, wurde Werner Wolf im Allgäu geboren. Die Tür in die Welt öffneten ihm die Missionsbenediktiner von Sankt Ottilien, denen er sich 1961 anschloss. 1977 wurde er zum fünften Erzabt der Kongregation gewählt, im Jahr 2000 zum ranghöchsten Repräsentanten des internationalen Benediktinerordens mit Sitz in Rom. Nach Ablauf seiner Amtszeit ist Notker Wolf 2016 in sein bayerisches Heimatkloster zurückgekehrt und weiterhin ein gefragter Autor und Redner. Der studierte Philosoph kennt das Elend afrikanischer Slums, hat mit nordkoreanischen Kommunisten verhandelt, neben iranischen Geistlichen gebetet und vier Päpsten die Hand geschüttelt