Jeder stirbt für sich allein

Ein unscheinbares, politisch unauffälliges Handwerkerehepaar verliert im Feldzug gegen Frankreich 1940 seinen einzigen Sohn. Von der Heeresleitung als «Heldentod» bekundet, bricht mit dem Verlust des Sohns für die hinterbliebenen Eheleute Otto (Carl Raddatz) und Anna (Hildegard Knef) eine Welt zusammen. Als ihr ein Stapel unbenutzter Feldpostkarten in die Hände fällt, schreibt Anna auf eine von diesen, wie ihr zumute ist: «Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet …» Sie legt die Karte heimlich in der Stadt ab, in der Hoffnung, ein paar Menschen auf diese Weise aus ihrem blinden Glauben an Hitler wachrütteln zu können. Ihr Mann schliesst sich seiner Frau an. Die beiden deponieren Karten mit ihrem persönlichen Aufruf zum Widerstand an vielen Stellen der Stadt. Als die beiden erwischt werden, steht ihr Todesurteil bereits fest. Alfred Vohrers Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada, der sich wiederum an einer wahren Geschichte orientiert