Impressionen der Juryarbeit in Locarno
(medientipp) Am Filmfestival von Locarno visioniert und diskutiert eine sechsköpfige Ökumenische Jury zur Zeit die Filme des Internationalen Wettbewerbs.
Am 6. August, dem Beginn des 61. Internationalen Filmfestivals Locarno, hat die Ökumenische Jury ihre Arbeit aufgenommen. Sie interessiert sich für Filme, die nicht nur durch ihre künstlerische Qualität überzeugen, sondern auch religiöse, soziale und menschliche Fragen aufwerfen. Dabei befragt sie „die Visionen der Filmschaffenden nach einem Sinn für Gerechtigkeit, Frieden und Respekt sowie nach spirituellen Dimensionen“. Sie bleibt dabei „offen für die Leiden und Abgründe der menschlichen Existenz und sucht nach Kinoerfahrungen, die Hoffnung geben.“
Neben einem ökumenischen Gottesdienst und einem offiziellen Empfang bildet die Verleihung des Ökumenischen Preises den Höhepunkt der Juryarbeit in Locarno. Der mit 20´000 Franken dotierte Preis ist an den Filmverleih in der Schweiz geknüpft, damit auch Nichtfestivalbesucher in nützlicher Frist den prämierten Film im Kino sehen können. „La maison jaune“, der Ökumenische Preisträger von Locarno 2007, läuft derzeit in den Kinosälen der Schweizer Städte Zürich, Bern und Basel an.
Die Mitglieder der Ökumenischen Jury werden zu gleichen Teilen von den beiden internationalen kirchlichen Filmorganisationen INTERFILM und SIGNIS gestellt. Unter der Leitung von Jurypräsident Serge Molla werden sie bis am Samstag, 16. August, den diesjährigen Preisträger aus den Wettbewerbsfilmen bestimmen.
Impressionen der Juryarbeit:
http://www.kirchen.ch/filmjury/aktuell.php?la=d
Ökumenischer Preisträger 2007
„La maison jaune“ (im Kino ab 14. August 2008):
https://www.medientipp.ch/index.php?na=3,1&meid=98878
