Im Schatten der Karpaten
Gheorghe Glodean und seine Frau Maria leben im Norden Rumäniens in Botiza. Dort, im Schatten der Karpaten, haben Globalisierung und Digitalisierung noch nicht Fuss gefasst. Gheorghe und Maria leben wie rund fünf Millionen Rumänen von dem, was sie auf ihrem kleinen Stück Land erwirtschaften. Rumänien ist als Armenhaus Europas bekannt. Sein Reichtum wird erst jetzt entdeckt. Er liegt in der Ursprünglichkeit des Landes. Wo Heu seit Jahrhunderten mit der Sense gemacht wird, blieben Kulturlandschaften von ausserordentlicher Biodiversität erhalten. Im Apuseni-Gebirge, im Westen Rumäniens, sind Wissenschaftler auf einen erstaunlichen Schatz gestossen. Dort kann Arnika noch in grossen Mengen gepflückt werden. Die empfindliche Pflanze, die zu Heilzwecken eingesetzt wird, lässt sich nicht künstlich anbauen. Jetzt können die Bewohner Profit aus der vermeintlichen Rückständigkeit der Region machen und in Siebenbürgen wurden bestehende dörfliche Strukturen behutsam restauriert
