Hongkongs Ende?
Das Gesetz richtet sich gegen Aktivitäten, die als subversiv, separatistisch oder ausländische Einmischung angesehen werden. Kritiker sehen die Autonomie Hongkongs in Gefahr. Jeglicher Widerspruch könne nun kriminalisiert werden, sagt der bekannte Aktivist Joshua Wong. Knapp ein Jahr ist es her, dass Katrin Sandmann für 3sat in ihrem Film «Hongkongs Freiheit und die Kunst» über die Massenproteste in der Stadt und das Engagement der dortigen Kulturszene berichtet hat. Damals gingen in dem halbautonomen Stadtstaat Hunderttausende gegen Polizeigewalt und die wachsende Einflussnahme Chinas auf die Barrikaden. Nun kehrt die Filmemacherin zu einigen der Protagonisten zurück und zieht einen Vergleich zwischen der Situation vor einem Jahr und heute. Ihr Film zeigt, wie sehr sich die Situation in Hongkong gedreht hat, die Grenzen des Sagbaren sich verschieben, die Vorsicht zunimmt. Ist der Grundsatz «Ein Land, zwei Systeme» am Ende? Wird die Demokratiebewegung aufgeben? Oder kommt es zur offenen Auseinandersetzung mit unabsehbaren Folgen?
