Hörspiel. «Bleib kurz dran» von Thilo Reffert
Bei Georg Meyer läuft es. Warum auch nicht, man muss sich eben ein bisschen ins Zeug legen und sein Leben optimal managen. Als Gruppenleiter Fahrerlebnisraum hat er einen begehrten Job – und ist gerade unterwegs, um bei der Konkurrenz den Vertrag für einen noch besseren zu unterschreiben: mehr Geld und fast zwei Stunden Pendelei pro Tag weniger, also mehr Zeit für die Familie. Da kann ihn eine Vollsperrung nicht aus der Ruhe bringen: Schliesslich lässt sich dank Freisprechanlage auch beim Fahren vieles regeln. Zum Beispiel eine eventuelle Verspätung beim Bewerbungsgespräch oder die Frage, wie Luke rechtzeitig zum Fussball gebracht werden kann. Immerhin hat der Junge neben seinem sozialen Vater auch noch einen Erzeuger. Wenn dann allerdings die Ex-Schwiegermutter noch anruft, weil ihr Mann Lähmungserscheinungen zeigt, dann kommt auch der grösste Selbstausbeutungsartist ins Schleudern
